Weil es um die Frage von Sex und Gender in Diskussionen häufig Unklarheiten gibt, wie diese aus naturwissenschaftlicher Sicht zu betrachten sind, wollen wir mit diesem Exkurs ein wenig Klarheit und Fakten in die Diskussion einbringen.
Geschlechtsorgane bei erwachsenen Frauen und Männern sehen oft verschieden aus, obwohl sie aus denselben ursprünglichen Strukturen im Embryo entstehen. Diese Unterschiede bilden sich nach und nach während der Embryonalentwicklung und setzen sich bis zur Pubertät fort. Etwa ab der sechsten Woche der Schwangerschaft, wenn der Embryo ungefähr einen Zentimeter groß ist, beginnen sich die Geschlechtsorgane zu formen. Früher dachte man, dass alle Embryonen automatisch weiblich sind, es sei denn, ein bestimmtes Gen auf dem männlichen Y-Chromosom wird aktiviert und verhindert dies. Heute wissen wir jedoch, dass es auch mehrere Gene auf den X-Chromosomen gibt, die die Entwicklung der Hoden unterdrücken können. Die Aktivierung der Geschlechtsgene und die Wirkung der Geschlechtshormone danach sind ein sehr sensibler Prozess, bei dem es häufig vorkommt, dass kein eindeutig männliches oder weibliches Kind heranwächst.
Neuroimaging
Die Validität von Transgender-, Nicht-Binären- und Intersex-Menschen wird durch eine Vielzahl biologischer und genetischer Beweise gestützt. Einige Untersuchungen zur Gehirn-struktur und -funktion haben mittels Bildgebungsverfahren wie der Magnetresonanztomographie (MRT) spezifische neuroanatomische Merkmale bei transgender Personen aufgezeigt. Eine Studie von Garcia-Falgueras (et. al. 2008) zeigte beispielsweise, dass der Hypothalamus¹ von transgender Personen eher mit ihrer Geschlechtsidentität, als mit ihrem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt. Zusätzlich dokumentieren Studien wie die von Kim (et. al. 2015) einen Geschlechtsdimorphismus des Gehirns, wobei transgender Personen Merkmale aufweisen, die eher mit ihrer Geschlechtsidentität übereinstimmen z.B. das Volumen der grauen Substanz des Gehirns⁹ oder die Größe und Konnektivität bestimmter Hirnregionen, die mit der Geschlechtsidentität und dem Körperbild verbunden sind, darunter der orbitofrontale Kortex², der cinguläre Kortex³ und das limbische System⁴ (Kreukels, Guillamon 2016).
Eine weitere Theorie, die zwar konträr zu der des Geschlechtsdimoprhismus des Gehirns ist, aber ebenfalls die Validität von Nicht-Cis-Menschen stützt ist die sogenannte Mosaik Theorie. Die Gehirn-Mosaik-Theorie besagt, dass es keine klare, binäre Unterscheidung zwischen den Gehirnen von Männern und Frauen gibt, sondern vielmehr ein Mosaik von Merkmalen, das in unterschiedlichen Ausprägungen in verschiedenen Individuen vorhanden ist. Diese Theorie wurde im Kontext der Geschlechtsunterschiede im Gehirn entwickelt, insbesondere in Bezug auf die Konnektivität und die Struktur des Gehirns. Gemäß dieser Theorie weisen Cis-Männer und Cis-Frauen unterschiedliche Verbindungen und Strukturen im Gehirn auf, aber diese Unterschiede sind nicht einheitlich und konsistent in allen Gehirnen eines bestimmten Geschlechts. Stattdessen kann ein Individuum Merkmale aufweisen, die typischerweise mit einem bestimmten Geschlecht assoziiert sind, sowie Merkmale, die typischerweise mit dem anderen Geschlecht assoziiert sind.
Dieses „mosaikartige“ Muster von Merkmalen bedeutet, dass Geschlechtsunterschiede im Gehirn komplexer und nuancierter sind als eine einfache binäre Unterscheidung. Die Gehirn-Mosaik-Theorie betont die Vielfalt und Individualität menschlicher Gehirne und unterstreicht, dass biologische Geschlechtsunterschiede nicht deterministisch sind, sondern auf einer breiten Palette von Faktoren beruhen, darunter genetische, hormonelle, Umwelt- und soziale Einflüsse (Joel 2020).
Genetik, Epigenetik und Endokrine Faktoren
Genetische Variationen spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung derGeschlechtsidentität und -differenzierung. Eine Studie von Nugn et. al. 2010 identifizierte spezifische Genvarianten und Mutationen, die zu unterschiedlichen Intersex-Zuständen führen können. Insbesondere Variationen in der Chromosomenzahl oder genetische Variationen (z.B. YXX) und Hormonrezeptoren können die geschlechtliche Entwicklung beeinflussen (z.B. reagieren die Rezeptoren der Zellen nicht auf das Geschlechtshormon Testosteron. Dann wächst ein Mensch mit männlichem XY-Chromosomensatz als „Frau“ heran.
Der Grund: Die Zellen „erfahren“ nichts von dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron (Androgenresistenz-Syndrom)). Während der Meiose stellen sich homologe Chromosomen zu Paaren zusammen und trennen sich wieder. Die Trennung der Chromosomen stellt sicher, dass jeder Gamet (Eizelle oder Spermium) nur eine Kopie jedes Chromosoms erhält, was bedeutet, dass die Zygote, die durch die Verschmelzung zweier Gameten entsteht, von jedem Chromosom ein Paar enthält, aber keine zusätzlichen Kopien. Dennoch können bei diesem Vorgang Fehler auftreten, wie die Nichttrennung eines X- oder Y-Chromosoms oder die Bildung zusätzlicher Kopien in den Zellen. Bei Organismen, deren Geschlecht durch Chromosomen festgelegt wird, wie beim Menschen, haben männlichen Lebewesen nur ein X-Chromosom. Dies bedeutet, dass alle Gene auf diesem einzigen X-Chromosom automatisch zu dominanten Allelen werden, selbst wenn sie in weiblichen Lebewesen mit zwei X-Chromosomen rezessiv wären. Weibliche Lebewesen besitzen zwei Kopien des X-Chromosoms, wodurch sie die doppelte Dosis der X-Chromosom-gekoppelten Gene haben. Wenn beide X-Chromosomen aktiv wären, würde dies zu einer übermäßigen Produktion von Genprodukten führen, was die normale Entwicklung beeinträchtigen würde. Um dieses Problem zu lösen, gibt es den Mechanismus der Dosiskompensation, der die Menge der Genprodukte zwischen den Geschlechtern ausgleicht. Dies kann auf zwei Weisen geschehen:
1. Bei männlichen Lebewesen wird die Genexpression auf dem X-Chromosom erhöht, um eine doppelte Dosis der Genprodukte zu erreichen, wie es bei Fruchtfliegen der Fall ist.
2. Bei weiblichen Organismen wird eines der X-Chromosomen inaktiviert, um die Genexpression zu halbieren. Durch diese Methoden wird die Menge der Genprodukte des X-Chromosoms bei Geschlechtern angeglichen. Beim Menschen erfolgt dies durch die X-Inaktivierung, bei der in jeder Körperzelle ein X-Chromosom permanent und irreversibel deaktiviert wird. Dieser Prozess wird durch das XIST-Gen gesteuert, das auf dem X-Chromosom liegt. Während der Entwicklung einer weiblichen Zygote, die mehrere Zellteilungen durchläuft, tritt die X-Inaktivierung ein. Das XIST-Gen produziert ein RNA-Transkript, das nicht für die Synthese eines Proteins verwendet wird, sondern sich direkt an ein X-Chromosom bindet und dessen Gene inaktiviert. Dies führt zu einer starken Kondensation des Chromosoms, das genetisch inaktiv wird und als Barr-Körperchen bekannt ist, benannt nach dem Genetiker Murray Barr, der diese hoch-kondensierten, inaktiven X-Chromosomen zuerst beobachtete. Es gibt zwei wichtige Aspekte der X-Inaktivierung zu beachten:
1. Beim Menschen und vielen anderen Säugetieren ist die X-Inaktivierung zufällig, d.h. welches von beiden X-Chromosomen inaktiviert wird, ist dem Zufall überlassen.
2. Wenn mehr als zwei X-Chromosomen vorhanden sind, bleibt ebenfalls nur eines aktiv. Die zufällige X-Inaktivierung führt dazu, dass Gewebe, die aus verschiedenen embryonalen Zellen stammen, unterschiedliche aktive X-Chromosomen haben können. Da weibliche Säugetiere ein X-Chromosom von der Mutter und eines vom Vater erben, enthalten die X-Chromosomen wahrscheinlich verschiedene Allele derselben Gene. Dies kann zu unterschiedlichen Phänotypen in verschiedenen Geweben führen, je nachdem, welches X-Chromosom (mütterliches oder väterliches) aktiv ist.
Zusätzliche Geschlechtschromosome bei Menschen
Turner-Syndrom: Das Turner-Syndrom, auch Monosomie X genannt, tritt bei etwa einem von 2.500 „Mädchen“ auf. Diese genetische Veränderung resultiert aus dem Fehlen eines vollständigen oder eines Teils eines X-Chromosoms, wodurch betroffene Menschen nur ein X-Chromosom (45,X) statt der üblichen zwei (46,XX) haben. Viele Menschen mit Turner-Syndrom entwickeln keine sekundären Geschlechtsmerkmale wie Brüste oder beginnen nicht zu menstruieren.
Klinefelter-Syndrom: Das Klinefelter-Syndrom betrifft etwa einen von 500 bis 1.000 „männlichen“ Neugeborenen und resultiert aus der Anwesenheit eines zusätzlichen X-Chromosoms (47,XXY). Menschen mit dieser genetischen Konstellation haben also ein zusätzliches X-Chromosom zu den üblichen XY-Geschlechtschromosomen. Die Hoden der Menschen mit Kleinefelter Syndrom sind kleiner und produzieren weniger Testosteron, was zu vermindertem Bartwuchs, weniger Muskelmasse und geringerer Knochendichte führt. Die meisten Menschen mit Klinefelter-Syndrom sind unfruchtbar. Ebenfalls kann eine Vergrößerung des Brustgewebes auftreten (Robinson & Spock, 2022). Darüber hinaus haben Untersuchungen gezeigt, dass epigenetische Mechanismen, wie die DNA Methylierung oder Histonenmodifikationen, die Genexpression regulieren und zur Vielfalt der
geschlechtlichen Identitäten und Ausdrucksformen beitragen können (Jones et al., 2015). Hormonelle Einflüsse während der pränatalen Entwicklung spielen eine Schlüsselrolle bei der Differenzierung der Geschlechtsmerkmale. Eine Studie von Hines et al. (2015) zeigte beispielsweise, dass Unterschiede in der Exposition gegenüber Östrogenen und Androgenen während der pränatalen Entwicklung die Entwicklung der Geschlechtsidentität beeinflussen können. Darüber hinaus dokumentieren Studien wie die von Mauro et. al. 2022 die Rolle von Gonadotropinen⁵wie FSH⁶ und LH⁷, sowie des GnRH-Signalwegs⁸ bei der Regulation der Gonadenfunktion und der Produktion von Sexualhormonen.
Zugang zu geschlechtsangleichender Medizin
Die Herausforderungen beim Zugang zu medizinischer Versorgung für Transgender-Personen sind eine Schande für jedes Gesundheitssystem, das behauptet, gerecht und inklusiv zu sein. Die Forschung zeigt deutlich, dass Trans-Menschen mit Vorurteilen und Ignoranz konfrontiert sind, wenn sie medizinische Hilfe suchen (Seelman, 2017). Diese schädlichen Barrieren führen nicht nur zu einer unzureichenden Versorgung, sondern stellen auch eine direkte Bedrohung für das Leben und die Gesundheit von Trans-Personen dar. Der Zugang zu geschlechtsaffirmierenden Behandlungen wie Hormontherapie und geschlechtsangleichenden Operationen ist ein Schlachtfeld, auf dem Trans-Menschen oft allein stehen. Lange Wartezeiten, finanzielle Hürden und ein Mangel an kompetenten Fachkräften sind die Hürden, mit denen sie zu kämpfen haben (Warner et al., 2021).
Diese Untersuchungen zeigen, dass Geschlechtsidentität und -ausdruck eine komplexe Zusammensetzung aus biologischen, genetischen, hormonellen, epigenetischen, neurologischen und sozialen Einflüssen sind, die individuelle Variationen hervorbringen.
Eine umfassende Anerkennung dieser Vielfalt ist entscheidend, um Transgender- und Intersex-Personen angemessen zu unterstützen. Nicht alle Studien kommen zu diesem Schluss, doch besonders deshalb ist weitere Forschung erforderlich, um die genauen Mechanismen zu verstehen, die zu geschlechtsspezifischen Unterschieden in der Gehirnstruktur und -funktion führen könnten oder diese widerlegen, sowie um die biologischen Grundlagen von Transgender-, Nicht-binären- und Intersex-Identitäten besser zu erforschen. Dennoch lässt sich auch heute bereits feststellten: das binäre-System ist nicht nur unzureichend, es ist aus einer (neuro)biologischen Sicht so nicht korrekt. Geschlecht und Geschlechtidentät setzen sich aus vielen Komponenten zusammen und bewegen sich fluid, statt starr dem Bild von „Mann und Frau“ zu folgen.
Glossar
- Hypothalamus = Struktur des Diencephalon, welche als oberstes Regulationszentrum für vegetative und endokrine Vorgänge gilt. Darunter fallen Atmung, Kreislauf, Körpertemperatur und Sexualverhalten.
- Der orbitofrontale Cortex ist ein Teil des präfrontalen Cortex, der direkt hinter den Augen liegt. Er spielt eine Schlüsselrolle bei der Bewertung von Belohnungen, der Entscheidungsfindung, der Emotionsregulation und der sozialen Interaktion. (Bechara et al., 1994).
- Der cinguläre Cortexist eine Region des Gehirns, die entlang der medialenOberfläche des Großhirns verläuft. Er spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation von Emotionen, Aufmerksamkeit, kognitiven Kontrollprozessen und Schmerzverarbeitung. Der vordere cinguläre Cortex ist besonders mit der emotionalen Verarbeitung und der Aufmerksamkeitssteuerung verbunden, während der hintere cinguläre Cortex hauptsächlich an der Schmerzverarbeitung beteiligt ist und als Schaltstelle zwischen sensorischen und emotionalen Regionen fungiert (Vogt et al., 1992).
- Das limbische System ist ein Netzwerk von Gehirnstrukturen, das eine Schlüsselrolle bei der Regulation von Emotionen, Lernen, Gedächtnisbildung und Verhaltenssteuerung spielt. Es umfasst Strukturen wie den Hippocampus, die Amygdala, den Hypothalamus und den Gyrus cinguli. Der Hippocampus ist insbesondere für die Gedächtnisbildung und räumliche Navigation wichtig, während die Amygdala eine zentrale Rolle bei der Verarbeitung von Emotionen, insbesondere von Angst und Furcht, spielt. Der Hypothalamus reguliert wichtige Funktionen wie Hunger, Durst, Schlaf und die Freisetzung von Hormonen durch die Hypophyse (Lövblad KO et.al. 2014).
- Gonadotropine= Hormone, die das Wachstum geschlechtsspezifischer Keimdrüsen fördern
- FSH= Folikelstimulierendes Hormon
- LH=Lutenisierendes Hormon
- Der GnRH-Signalweg, kurz für Gonadotropin-Releasing-Hormon-Signalweg, ist ein biochemischer Pfad, der die Freisetzung von Gonadotropinen, Hormonen, die die Funktion der Gonaden (Eierstöcke und Hoden) regulieren, steuert. Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH) wird im Hypothalamus produziert und stimuliert die Freisetzung von luteinisierendem Hormon (LH) und follikelstimulierendem Hormon (FSH) aus der Hypophyse1. Diese Hormone wiederum regulieren die Produktion von Sexualhormonen wie Östrogen, Progesteron und Testosteron sowie die Follikelreifung und die Spermienproduktion. Der GnRH-Signalweg ist von entscheidender Bedeutung für die Regulation der Fortpflanzungsfunktionen beim Menschen und anderen Wirbeltieren.
- Die graue Substanz des Gehirns besteht hauptsächlich aus Ansammlungen von Nervenzellkörpern und ihren Verzweigungen, den Dendriten. Sie erscheint grau, da sie keine Myelinscheiden enthält, die normalerweise das weiße Aussehen der axonalen Nervenfasern verursachen. Die graue Substanz ist in den äußeren Schichten des Gehirns, der kortikalen grauen Substanz, sowie in den tieferen Bereichen, wie dem Thalamus, Basalganglien und Hirnstamm, zu finden. Sie spielt eine entscheidende Rolle bei der Verarbeitung und Integration neuronaler Signale, der Entstehung von Gedanken, der Wahrnehmung von Sinnesreizen und der Steuerung von Bewegungen.
Quellen
Rametti, G., Carrillo, B., Gómez-Gil, E., Junque, C., Zubiarre-Elorza, L., Segovia, S.,
Gomez, Á., & Guillamon, A. (2011). The microstructure of white matter in male to female transsexuals before cross-sex hormonal treatment. A DTI study.Journal of psychiatric research,45(7), 949–954.https://doi.org/10.1016/j.jpsychires.2010.11.007
Kim, T. H., Kim, S. K., & Jeong, G. W. (2015). Cerebral gray matter volume variation
in female-to-male transsexuals: a voxel-based morphometric study.Neuroreport,26(18), 1119–1125. https://doi.org/10.1097/WN-R.0000000000000481
Kreukels, B. P., & Guillamon, A. (2016). Neuroimaging studies in people with gender incongruence.International review of psychiatry (Abingdon, England),28(1), 120–128.
https://doi.org/10.3109/09540261.2015.1113163
Ngun, T. C., Ghahramani, N., Sánchez, F. J., Bocklandt, S., & Vilain, E. (2011). The genetics of sex differences in brain and behavior.Frontiers in neuroendocrinology,32(2), 227–246. https://doi.org/10.1016/j.yfrne.2010.10.001
Hines, M. (2015). Gendered development. In M. E. Lamb & R. M. Lerner
(Eds.),Handbook of child psychology and developmental science: Socioemotional processes(7th ed., pp. 842–887). John Wiley & Sons, Inc. https://doi.org/10.1002/9781118963418.childpsy320
Mauro, A., Berardinelli, P., & Barboni, B. (2022). Gonadotropin Cell Transduction
Mechanisms.International journal of molecular sciences,23(11), 6303. https://doi.org/10.3390/ijms23116303
Jones, M. J., Goodman, S. J. & Kobor, M. S. (2015). DNA methylation and healthy
human aging.Aging Cell,14(6), 924–932.https://doi.org/10.1111/acel.12349
Lövblad, K., Schaller, K. & Vargas, M. I. (2014). The Fornix and Limbic System. Seminars in Ultrasound, CT, And MRI/Seminars in Ultrasound, CT, And MRi,35(5), 459–473.https://doi.org/10.1053/j.sult.2014.06.005
Morecraft, R. J. & Tanji, J. (2009). Cingulofrontal interactions and the cingulate motor areas. InOxford University Press eBooks(S. 113–144).https://doi.org/10.1093/oso/9780198566960.003.0005
Wilder, K. E., Weinberger, D. R. & Goldberg, T. E. (1998). Operant conditioning and
the orbitofrontal cortex in schizophrenic patients: unexpected evidence for intact functioning.Schizophrenia Research,30(2), 169–174. https://doi.org/ 10.1016/s0920-9964(97)00135-7
Vogt, B. A., Vogt, L., Farber, N. B., & Bush, G. (2005). Architecture and neurocytology of monkey cingulate gyrus.The Journal of comparative neurology,485(3),218–239. https://doi.org/10.1002/cne.20512
Bechara, A., Damasio, A. R., Damasio, H., & Anderson, S. W. (1994). Insensitivity to future consequences following damage to human prefrontal cortex.Cognition,50(1-3), 7–15.
https://doi.org/10.1016/0010-0277(94)90018-3
Joel D. (2021). Beyond the binary: Rethinking sex and the brain.Neuroscience and
biobehavioral reviews,122, 165–175. https://doi.org/10.1016/j.neubiore-
v.2020.11.018
Joel, D., Berman, Z., Tavor, I., Wexler, N., Gaber, O., Stein, Y., Shefi, N., Pool, J., Urchs,
S., Margulies, D. S., Liem, F., Hänggi, J., Jäncke, L., & Assaf, Y. (2015). Sex beyond the genitalia: The human brain mosaic.Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America,112(50), 15468–https://doi.org/10.1073/pnas.1509654112