15.05. – Nakbatag

Unter dem Begriff Nakba (arabisch: Katastrophe) wird die gewaltsame Vertreibung, Enteignung und Entrechtung der Palästinenser:innen sowie die Zerstörung ihrer Gesellschaft, Kultur, Identität, politischen Rechte und nationalen Bestrebungen in Palästina seit 1948 bezeichnet.

Durch den UN-Teilungsplan und den folgenden Krieg von 1947 bis 1949 wurden hunderte palästinensische Städte und Dörfer entvölkert und zerstört, Kulturstätten dem Erdboden gleichgemacht und über 700.000 Menschen mussten fliehen. Um die 5.000 Palästinenser:innen wurden in diesem Zeitraum von israelischen Kräften getötet.

Dieses seit über 70 Jahren anhaltende Unrecht gegen das palästinensische Volk wiegt in diesem Jahr besonders schwer. Das anhaltende Massaker durch die IDF in Gaza ist der traurige Höhepunkt des Völkermordes an den Palästinenser:innen.

Die weltweite Solidarität und der Widerstand gegen diese Gräueltaten, wie beispielsweise die aktuellen Besetzungen vieler Universitäten, zeigen aber: Immer mehr Menschen verstehen, dass die Herrschenden und ihre bürgerlichen Medien kein Interesse am Frieden oder der Wahrheit haben.

Ihre imperialistischen Interessen stehen im Widerspruch zum Willen der Völker nach gemeinsamen Frieden und einem Leben ohne Krieg und Unterdrückung. Der Widerstand in Palästina, Israel oder anderswo wird solange weitergehen, wie das Unrecht besteht, gegen das er sich wendet.

Für ein freies und sozialistisches Palästina!

Für gerechten Frieden in Nahost!